Arrow
UV RayBlur boxBlur BoxBlur boxBlur Box
Icon
02.12.2025

Das 72-Stunden-Ultimatum: Warum ein Cyberangriff 2025 nicht mehr Ihr technisches, sondern Ihr berufsrechtliches Ende bedeuten kann

Alexander Detling
Geschäftsführer

Ein Klick, und die Uhr tickt. Ein Cyberangriff ist 2025 für Steuerberater mehr als nur ein technischer Fehler. Er wird zur existenziellen Bedrohung für Ihre Zulassung! Erfahren Sie, warum die Dwelling Time und die 72-Stunden-Frist der DSGVO Sie in ein juristisches Minenfeld führen und wie Managed Detection & Response (MDR) Ihre Kanzlei rund um die Uhr schützt.

Es ist ein trüber November-Freitag im Jahr 2025. In den Kanzleien herrscht Hochbetrieb vor dem Jahresende. Die E-Rechnung ist längst etablierter Standard, die Prozesse laufen voll digital.

Dann passiert es: Ein Mitarbeiter öffnet im Homeoffice einen Anhang. Nichts passiert. Scheinbar.

Was Sie nicht wissen: In diesem Moment beginnt eine Uhr zu ticken, die gnadenloser ist als jede Fristverlängerung beim Finanzamt. Es ist das 72-Stunden-Ultimatum der DSGVO. Und wenn Sie diesen Timer verpassen, riskieren Sie weit mehr als nur verschlüsselte Daten. Sie riskieren Ihre Reputation und im schlimmsten Fall Ihre Bestallung.

Der Irrtum: „Wir sind doch zu klein“

Lange Zeit galt der Glaubenssatz: Hacker greifen nur Konzerne an. Im Jahr 2025 hat sich dieses Blatt dramatisch gewendet. Aktuelle Zahlen belegen einen massiven Anstieg von Angriffen auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Der Anteil betroffener Kleinunternehmen ist von 37 % auf alarmierende 56 % gestiegen.

Warum? Weil Steuerberater Loot-Boxen für Kriminelle sind. Sie verwalten nicht nur Geld, sondern die intimsten Daten von hunderten Unternehmen. Und Kriminelle wissen: Kanzleien zahlen Lösegeld, weil sie ohne Daten nicht handlungsfähig sind.

Das juristische Minenfeld: Dwelling Time & Meldepflicht

Die eigentliche Gefahr 2025 ist jedoch nicht die Verschlüsselung selbst, sondern die sogenannte Dwelling Time (Verweildauer).

Moderne Angreifer verschlüsseln nicht sofort. Sie nisten sich ein. Sie lesen wochenlang E-Mails mit, analysieren Ihre Backups und stehlen Daten im Stillen. Erst wenn sie alles haben, schlagen sie zu – oft an einem Freitagabend oder Wochenende, wenn Ihre IT nicht besetzt ist.

Hier schnappt die juristische Falle zu:

Gemäß Art. 33 DSGVO müssen Sie eine Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten binnen 72 Stunden nach Bekanntwerden an die Aufsichtsbehörde melden.  

Das Szenario:

  • Freitag, 17:00 Uhr: Der Angriff beginnt (oder wird „scharf geschaltet“).
  • Samstag & Sonntag: Niemand bemerkt etwas. Ihr lokaler Server läuft, aber die Daten fließen ab.
  • Montag, 08:00 Uhr: Sie bemerken die Verschlüsselung.
  • Das Problem: Forensisch gesehen lief der Abfluss vielleicht schon seit Tagen. Wenn Sie jetzt nicht sofort und präzise melden können, was genau abgeflossen ist (welche Mandanten? welche Daten?), verletzen Sie Ihre Sorgfaltspflichten massiv.

Ein Datenschutzverstoß dieser Güteklasse ist für Berufsgeheimnisträger toxisch. Bußgelder sind schmerzhaft, aber der Vertrauensverlust bei den Mandanten – die Sie proaktiv informieren müssen – ist tödlich.

Ein Mann sitzt in einem von rotem Licht beleuchteten Raum vor einem Computer. Auf dem Bildschirm ist die Meldung "ACCESS GRANTED" (Zugriff gewährt) mit einem grünen Schloss-Symbol zu sehen, was einen erfolgreichen Cyber-Einbruch signalisiert.
Validierung von Zugriffskontrollen durch kontrollierte Simulation kritischer Infiltrationsszenarien.

Warum Ihr „lokaler Admin“ Sie nicht mehr schützen kann

Viele Kanzleien verlassen sich auf einen externen IT-Dienstleister, der „mal nach dem Rechten sieht“ oder Updates einspielt. Das ist 2025 so effektiv, wie einen Wachdienst zu engagieren, der nur einmal pro Woche am Gebäude vorbeifährt.

Gegen KI-gestützte Angriffe, die rund um die Uhr stattfinden, hilft nur eine Überwachung rund um die Uhr. Ein Virenscanner (Antivirus) reicht nicht mehr aus. Er erkennt nur bekannte Muster. Er erkennt nicht, wenn ein Hacker mit gestohlenen Zugangsdaten (Identity Theft) ganz „legal“ auf Ihre Server zugreift.

Light imageiconBlur boxiconiconiconBlue Shape

Jetzt Whitepaper herunterladen

Holen Sie sich unser Whitepaper zum Support-Ende von Windows 10 und informieren Sie sich kostenfrei zu Risiken und Strategien

Purple shape ball

Die Lösung: Managed Detection & Response (MDR)

Um Ihre Kanzlei und Ihre Zulassung zu schützen, müssen Sie den Schritt von der Prävention (Firewall) zur Detektion (Erkennung) machen.

Bei detacon.de nennen wir das MDR (Managed Detection & Response). Stellen Sie sich das wie eine Alarmanlage mit Aufschaltung zur Polizei vor:

  1. 24/7 Überwachung: Unsere Security Operations Center (SOC) überwachen Ihre Kanzlei-Infrastruktur rund um die Uhr – auch am Wochenende und an Feiertagen.
  2. Erkennung von Anomalien: Wir sehen nicht nur Viren. Wir sehen Verhalten. Wenn sich ein Mitarbeiter-PC nachts um 3:00 Uhr plötzlich mit einem Server in Übersee verbindet, schlagen unsere Systeme Alarm.
  3. Sofortige Reaktion: Wir warten nicht bis Montag. Wir isolieren das betroffene Gerät sofort digital, bevor der Angreifer sich im Netzwerk ausbreiten kann.
  4. Forensik & Meldung: Im Ernstfall liefern wir Ihnen die Daten, die Sie brauchen, um Ihre 72-Stunden-Frist rechtssicher einzuhalten. Wir sagen Ihnen genau: Wer, wann, was.

Fazit: Schützen Sie Ihr Lebenswerk

Die IT-Sicherheitslage hat sich verändert. Ein Cyberangriff ist 2025 kein technischer Betriebsunfall mehr, sondern eine existenzielle Bedrohung für Ihre Kanzlei.

Sie sind Experte für Steuerrecht. Wir sind Experten für die Verteidigung Ihrer digitalen Infrastruktur. Riskieren Sie nicht, dass ein unbemerkter Klick an einem Freitagabend das zerstört, was Sie über Jahre aufgebaut haben.

Lassen Sie uns Ihre Verteidigungslinien überprüfen.

Eine digitale Darstellung von Cybersicherheit: Ein leuchtendes Schild mit einem Schlüsselloch und binärem Code überlagert die Ansicht von Computerprozessoren (CPUs) und Platinen. Das Symbol steht für den Schutz digitaler Infrastruktur.
Implementierung hardwarebasierter Verschlüsselungstechnologien zur Absicherung kritischer Prozessorarchitekturen.

Das könnte Sie auch interessieren